Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenk‑ und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Veranstaltungen

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Online-Gespräch mit Friedrich Klausch (ehemaliger Häftling des sowjetischen Gefängnisses Leistikowstraße Potsdam und des Speziallagers Sachsenhausen)

18. August 2021 – 18:00 bis 19:30 Uhr

Friedrich Klausch spricht mit Ines Reich (Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam) und Enrico Heitzer (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen) über seine Haft in verschiedenen Lagern und Gefängnissen in Deutschland und in der Sowjetunion.

Friedrich Klausch (*1929 in Potsdam) arbeitete als Betriebsschlosser im Ruhrgebiet.  Als er während eines Familienbesuchs in Potsdam im Frühjahr 1948 aus einem Kino in Westberlin kam, nahm der sowjetische Geheimdienst ihn an der Sektorengrenze fest. Wegen angeblicher Spionage wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt. Bis Anfang Oktober 1948 saß er im Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam, ehe er ins sowjetische Speziallager nach Sachsenhausen verbracht wurde. Nach einigen Wochen kam er in das GULag-Lager Inta, in die Sowjetunion. 1956 wurde er in die Bundesrepublik entlassen.  Die Hauptmilitärstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation rehabilitierte ihn 1997. Friedrich Klausch engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich im Beirat der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam und im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 17. August an unter: Praktikant-SL@gedenkstaette-sachsenhausen.de

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