Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Presseinformationen

63/2019: Podiumsdiskussion in der Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam zum Abzug der russischen Truppen vor 25 Jahren

17. Oktober 2019

Nr.: 63/2019

Am Mittwoch, 23. Oktober 2019, um 18.00 Uhr, lädt die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam zu einer Podiumsdiskussion ein. Anlass und Thema ist der Abzug der russischen Streitkräfte im Jahr 1994, der sich in diesem Jahr zum 25. Mal jährt. Bei der Veranstaltung werden auch Fundstücke zur Präsenz der sowjetischen Armee präsentiert und ein Anwohner des Potsdamer „Militärstädtchens“ wird als Zeitzeuge berichten.

Rund 2.500 Quadratkilometer der DDR waren als „sowjetisches Militärgebiet“ deklariert. Abgeriegelt hinter Mauern und Zaunanlagen, blieben die sowjetischen Soldaten für die Einheimischen mit wenigen Ausnahmen Fremde. Nachdem sich Helmut Kohl und Michael Gorbatschow im September 1990 über die Modalitäten geeinigt hatten, zogen mehr als eine halbe Million Soldaten, Offiziere und Zivilangestellte sowie deren Familien bis Ende August 1994 aus Deutschland ab. Es war die größte Truppenverschiebung der Geschichte. Einer der letzten geräumten Standorte war das „Militärstädtchen Nr. 7“ unterhalb des Pfingstbergs, das als Geheimdienststandort der sowjetischen Militärspionageabwehr besonders stark gesichert war und den Potsdamern als „verbotene Stadt“ galt.

Die vom Journalisten Alfred Eichhorn moderierte Podiumsdiskussion führt Vertreter aus drei Institutionen zusammen. Neben dem Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, Jörg Morré, werden der stellvertretende Leiter des Potsdam-Museums, Hannes Wittenberg, und die Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, Ines Reich, die Situation der fast 50-jährigen Präsenz der sowjetischen Armee in den Blick nehmen. Zudem wird Stefan Schalinski von seinen Erinnerungen als Anwohner in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Militärstädtchen Nr. 7“ berichten.

Exklusiv werden an diesem Abend Fundstücke ehemaliger sowjetischer Militärstandorte aus den Sammlungen der drei beteiligten Museen präsentiert. Sie sollen auch zum Austausch mit dem Publikum dienen, das herzlich eingeladen ist, eigene Fundstücke mitzubringen und von persönlichen Erinnerungen an die Präsenz der sowjetischen Soldaten zu berichten.

 

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18.00 Uhr
Прощай германия - Auf Wiedersehen Deutschland | 25 Jahre nach dem Abzug der russischen Truppen
Podiumsdiskussion mit Jörg Morré (Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst), Hannes Wittenberg (stellvertretende Leiter des Potsdam-Museums) Ines Reich (Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße) und Stefan Schalinski (Zeitzeuge); Moderation: Alfred Eichhorn (Journalist)

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
in der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam

Information: www.leistikowstrasse-sbg.de
www.facebook.com/leistikowstr/

 

Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
16515 Oranienburg | Heinrich-Grüber-Platz | T +49 3301 810920 | F +49 3301 810926
seferens@stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de


Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird vom Ministerium des Landes Brandenburg und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Zurück zur Übersicht